Peru Part 1

Peru, die Anden beginnen….(es gibt erstmal viel zu lesen, und leider keine Bilder diese sind leider in der Schweiz zur Zeit.)

 

Wir reisen in La Balsa ein, einem kleinen Grenzübergang, welcher wie sich herausstellt der schnellste Übergang in Südamerika war (bisher) mit 55 Minuten. Wir versuchen an diesem Tag soweit wie möglich zu kommen. Haben uns schon einige Schlafplätze herausgesucht damit wir bis Einbruch der Dunkelheit fahren können. Denkste, denn die besagten Nachtplätze gab es entweder nicht mehr oder das Tor war zu niedrig um in den Hof zu fahren. Also musste Plan B her, zwei Möglichkeiten, in der Dunkelheit fahren zu einem Nachtplatz den es sicher gibt oder unterwegs noch was finden. Gesagt getan wir finden eine recht neue Tankstelle, bei welcher wir gratis stehen dürfen und die Dusche benutzen können. Ich denke mir schon dass irgendwo hier ein Haken an der ganzen Sache sein muss. Diesen gibt es auch als wir später am Abend erfahren dass es eine 24 Std. Tankstelle ist und diese auch Musikalisch die ganz Nacht durch beschallt wird. Nach einer  Nacht mit wenig Schlaf geht es dann am nächsten Morgen sehr früh weiter Richtung, Goccta zu dem viertgrößten Wasserfall der Welt. Von weitem sahen wir den Wasserfall. Hatten aber keine Lust dahin zu laufen, also sind wir am Tag drauf weiter Richtung Kuelap einer Ausgrabungsstätte der Inkas. Es ist eine der wenigen welche sich noch im Original Zustand befindet. Weil sie im Hochland liegt wurde sie von den Spaniern nicht entdeckt und ist somit noch sehr gut erhalten.

Hier haben wir an den Ruinen schlafen können und sind ausgeschlafen am nächsten Tag nach Revash gefahren. Wir konnten die in den Fells gebauten Höhlengräber bewundern.  Danach haben wir noch ein Museum in Leyemibamba, in welchem man einbalsamierte Mumien anschauen konnte besucht.
Calla Calla Pass, eine wunder schöne Hochalpinstraße welche uns den ersten Geschmack auf die Anden gibt. Wir kamen bereits gegen Mittag am Gipfel bei schönstem Wetter an, was sehr gut war, denn es mussten die Bremsbeläge vorne gewechselt werden und ein Radlager wollte nachgestellt werden.

Gegen Abend zog es sich langsam zu und es gewitterte die ganze Nacht. Am Morgen war alles in Nebel gehüllt. Es ging teils im Schritttempo wegen der schlechten Sicht ins Tal hinunter. Gegen Nachmittag erreichten wir dann Thermalquellen in welchen wir uns endlich mal wieder waschen konnten. Hier blieben wir auch über Nacht stehen.
Früh ging es wieder los zu den nächsten Steinhaufen von Huamachuco. Ebenfalls eine Inka Ruinenstadt. Auf dem Markt von Huamachuco deckten wir uns noch neu ein. Es hieß für den Rest des Tages Strecke zu machen. Wie ihr merkt sind die Distanzen in Peru wieder größer bzw. es geht immer hoch und runter durch die Anden. Wir schaffen es zum Abend in einen Eukalyptuswald in welchem wir unser  Zebra parken. Wir schlafen perfekt bis uns um 5 Uhr morgen Kühe aufwecken, welche sich an unsrem Auto reiben. Dementsprechend geht’s früh los über eine traumhaft schöne Passstraße von 4200 auf 900 und wieder auf 4200 hoch. Sie hat unzählige Serpentinen.
Wir durchfahren noch die so genannte Entenschlucht mit 35 Tunnels welche teils 1929 in den Fels gehauen wurden. Das Besondere ist, dass die Strecke nur einspurig zu befahren ist. Was nicht heißt das hier keine LKW´s fahren. Nein, es muss sich per Hupe verständigt werden wer zuerst in den Tunnel fahren darf. Gegen späten Nachmittag erreichen wir dann Caraz. Hier decken wir uns im Supermarkt frisch ein und genießen den Rest vom Tag mit den Holli´s auf dem Camping. 

Laguna Paron, es geht 2,5 Stunden mit vielen Serpentinen auf 4200 Meter hoch. Dort angekommen bekomme ich eine wunderschöne Lagune zu Gesicht. Abends noch kurz zum Mirador hoch, die Aussicht genießen. Danach geht es früh ins Bett, denn am nächsten Morgen geht es um sechs Uhr gleich los zu weiteren Lagunen auf 4800 Meter. Am Ziel ist dann die Luft doch sehr dünn und es geht zum Abstieg wieder runter. Nach 5 Stunden bin ich dann froh wieder im Auto zu sitzen.

Es geht zurück nach Caraz, dort hat es einen schönen Camping Platz mit heißer Dusche. Genau das richtige nach dem vielen Wandern. Aber eine Nacht reicht und es geht weiter über die 107 und 106 zu weiteren wunderschönen Lagunen. Ich weiß ihr hört immer nur Lagunen und Lagunen aber das wird sich auch in nächster Zeit nicht ändern. Es fährt sich von perfekt geteert über zu 51 Km ganz üblen Schotter, Loch Mix sonst gut. Nach 3 Tagen im nichts geht es wieder zur heißen Dusche in Caraz. Es ist Oil Wechseln angesagt und ein kurzer rund um check. Das schon seit Kolumbien defekte  Lager am Reserveradträger wird gewechselt.  Somit ist das Zebra für die nächsten Km wieder fit. Wir treffen noch einen Teil der bekannten Familie, Ottomobil, LAUBE, Mozart.

 

Langsam wird es dann zeit Richtung Huaraz zu fahren, hier steigt Yasmin aus um ein Jahr in Quito zu arbeiten. Was heißt das ab jetzt das Zebra nur noch mit mir(Stefan) unterwegs ist….

Lagunen, Ich entscheide mich eine weitere kleine Lagunen Runde zu drehen. Es geht die ersten paar Stunden auf gutem Asphalt Richtung La Union, dort sagen mir die Locals das es locker in 3 Stunden zu fahren sei. Ich denke mir ok das schaffe ich ja dann auf jedenfalls bis zur Dunkelheit. Ich weiss dass die Locals rasant fahren aber selbst mit meinem zügigen Fahrstil war es nicht zu schaffen. Somit musste ich das Zebra in einem Pit direkt an der Strasse anleinen. Der Platz war ok für die Nacht mit wunderschönem Blick auf die Lagunen. Am nächsten Morgen dann gleich früh raus dachte ich mir um möglichst viel zu sehen. Nichts da es klart erst gegen neun am Morgen auf. Gegen Mittag wurde es dann wunderschön. seht selber.

 

Von Cerro de Passo ging es nach einer schönen erholsamen Nacht in einer Hacienda weiter über Huancayo Richtung Pisco. Die Fahrt über den Pass war abwechslungsreich, Schnee, Sonne, Wind, von allem etwas. Von 4700 Metern ging es dann bis auf 800 Meter durch einen Canyon runter. Man hatte das Gefühl in den USA oder in Mexico zu sein, so sehr verändert sich plötzlich die Landschaft.

Am nächsten Morgen stehe ich mal wieder früh auf, ich möchte ans Meer. Ich bin beeindruckt von den riesigen Dünen hier. Es geht kurz nach Pisco zum Einkaufen von dort über Paracas, an den Strand. Paracas selber hat leider nichts zu bieten ausser einem Nationalpark, welchen ich aber  erstmal auslasse. Da es erst Mittag ist entscheide ich mich noch bis nach ICA ins Paradies zu fahren. Eigentlich ist DER PLAN, nur 1 Nacht hier zu stehen. Dann treffen aber abends Horst und Valerie ein, wir verstehen uns auf Anhieb super. Somit entscheide ich mich für eine weitere Nacht. Als dann auch noch Kyle sich ankündigt ist der Plan völlig in Luft aufgelöst. Wir geniessen den Pool und gehen abends Buggy und Sandboard fahren. Abends sitzen wir mit 2 weiteren Pärchen aus Columbia zusammen und kommen auf die Idee am nächsten Morgen die Autos artgerecht zu halten und mit 4 Autos im Konvoi mit Guide in den Dünen spielen zu gehen.
Der Tag startet um acht am Morgen und es geht voller Freude los, wir fahren über üble Wellblechpisten Richtung Meer. Es wird gefahren, Fotoshootings gestartet, gebuddelt… der Tag scheint perfekt zu werden. Doch dann passierts, es geht eine der steilsten Dünen runter, mit darauf folgender Steilkurve mit Treibsand. Hier möchte das Zebra leider nicht mehr so richtig. Kyle sagt immer nur NO NO NO… es rutscht langsam in Zeitlupe den Hang herab, bis es dann unten angekommen in Zeitlupe sich auf die Seite legt. Das Desaster ist perfekt. Es wird kurz überlegt was wir tun, es heißt einen klaren Kopf bewahren. Natürlich im Nirgendwo kein Netz, der Guide klettert die Düne hoch, kommt zurück und verkündet uns er hätte Freunde erreichen können. 30 Minuten später erscheint aus dem Nichts ein Buggy mit 10 Personen. Erstmal wird der Prado welcher auch in gefährlicher Schräglage ist gerettet. Dann geht’s dem Zebra an den Kragen. Manpower ist angesagt und wir schaffen es tatsächlich Ihn auf 40 cm anzuheben um das Reserverad unterlegen zu können. Der High Lift kommt zum zweiten Mal auf der Reise zum Einsatz. Des Weiteren benutzen wir einen Luftbergesack von Horst, vielen Dank nochmal für deine Unterstützung!! Nach ca. 1 Std ist es dann soweit alle 4 Räder haben wieder Bodenkontakt. Dann wird überlegt, Einspritzdüsen raus oder nicht??? Ich entscheide mich für ein vorsichtiges Starten, und zum Glück klappt alles kein Oil im Brennraum. Es geht dann im Konvoi zum Platz zurück, schadensaufname, ein Fenster defekt, welches sich noch herausstellt das ich auf dieses 4 Tage warten muss
L. Oil Wechsel, Neuer Luftfilter und Batterien auffüllen. Das wars zum Glück. Innen ist alles an seinem Platz geblieben bis auf der Inhalt der Mittelkonsole.

Abends lassen wir den Abend ausklingen und starten Sonntag mit einem Wunderschönen Poolday.
Somit starten wir den Tag mit Brause auf Eis, leckerem essen am Mittag und vielen weiteren Leckeren Getränken. Für die Tage darauf kündigen sich dann Mozart, Ottomobil und Anette und Ralf an. Somit ist unsere Reisefamilie komplett. Es wird gequatscht, gegrillt und natürlich getrunken. Schaut euch einfach die Bilder an. Zwischendurch gibt es noch das Beste Ceviche ever in der City.

 

Mit Kyle zieh ich los um nach der neuen Scheibe zu schauen. Nach 2 Stunden umherinnen von Platz zu Platz bekommen wir dann von LU den Tip für den richtigen Store. Dort wird verhandelt und es stellt sich heraus dass sie aus Lima kommen muss. Soweit so gut, der Besitzer stellt uns seinen Töchtern vor und läd uns direkt zu einem Pisco Tasting ein, mit dem Gedanken von Ihm das wir was von dem köstlichen Getränk kaufen.  Es ist erst 12:00 Uhr und wir beschließen danach spontan leicht beschwipst noch einen weiteren Pool Tag einzulegen, Entspannung kann schließlich nie schaden.
Am nächsten Tag kommt dann die Nachricht dass das Fenster später kommen wird. Ärgerlich noch länger im Paradies bleiben zu müssen. Die Familie zieht weiter, ich mache am Wochenende noch einen Ausflug zum einem sehr schönen kleinen Strand im Nationalpark in Paracas. Sonntag gegen Mittag ist endlich Weihnachten, und die Scheibe trifft ein. Nach getaner Arbeit  gibt es noch eine Weinprobe mit leckerem Essen.

Montag heißt es dann um 5:00 Uhr aufstehen und los gehts 13 Stunden Fahrt Richtung Cusco. Es geht vom Ica über die besagten Nasca Lines von 600 Meter auf 4700 Meter hoch und das innerhalb von 2 Stunden. Da geht selbst mir die Puste etwas aus. Nach 13 Std komme ich dann nachts gegen 22:00 Uhr in Cusco an, und werde schon liebevoll von dem Rest der Familie empfangen. Es gibt gleich ein kaltes Bier und leckeres Essen. Den Tag darauf benötige ich zum Relaxen, gehe mit Kyle in die City und buche einen 4 Tages Track, Downhill fahren, Rafting, Zip Line, Inka Trail und das besteigen vom Machu Piccu. Schaut aus die Bilder an… 4 Tage waren definitiv genug, Der Inca Trail war mit 9,5 Std wandern schon am Limit. Und nach 3 Tagen Adventure war das hochlaufen zum heiligen Berg dann auch genug. Runter ging es per Bus nach Aqua Caliente und dann mit dem Panorama Zug nach Hydro Electrica. Ab und an muss man sich auch mal was gönnen…

Ich bleibe noch zwei Tage in Cusco, besuche mit Günter und Michi eine nette Skybar mit dem Blick über Cusco. Schlemme mit Katrin und Hans am Mittag.

 

Langsam geht es weiter Richtung Salzflats, und ein Paar schöne Canyon Richtung Puno. Puno liegt am Lake Titicaca. Hier sind Schilf Inseln, welche aber nur noch für Touristen benutzt werden. Es gibt nur noch einen ganz kleinen Teil welcher non Stopp von einheimischen bewohnt wird. Hier besichtigen wir, Team Mozart ist mit on Board die Inseln und eine Schule von den Einheimischen. Hier sieht man den großen Unterschied zwischen Reich und Arm…
selbstverständlich unterstützen wir die Familien hier mit einer kleinen spende.

BOLIVIEN für ein Paar tage

Danach geht es ohne Stopp nach La Paz. Hier finde ich einen wunderschönen Stellplatz im Colibri. Hier verweile ich weil es so schön ist 5 statt 2 tage. Mit Team Mozart geht es zur Stadtbesichtigung, Samstag lasse ich mir ins Clubleben führen….was ich nicht bereue, außer meinem verlorenem Perso.

Am übernächsten Morgen geht’s wieder früh raus, ich bin etwas im Stress, Florian kommt mit Lina für 10 Tage zu besuch. Also geht’s über die Death Road, von welcher alle so schwärmen zum Team Mozart. Von der TODES STRASSE bin ich völlig enttäuscht, feinster Gravel, ein Paar Wasserfälle über die Strasse, das wars. Vor Jahren als dort noch Verkehr herrschte war es sicherlich eine Herausforderung aber jetzt muss ich sehr laut drüber lachen, da bin ich schon deutlich anspruchsvolleres gefahren. Mit Günther und Michi ist das Ziel eigentlich eine Flussüberquerung, weshalb sie auch auf mich gewartet haben. Dies stellt sich nach 1,5 Std. hin und her dann leider als nicht machbar raus. Erstens zu viel Wasser und zweitens können wir die Strasse auf der anderen Seite nicht hundert Prozent ausfindig machen. Da es noch einen anderen Weg gibt entscheiden wir uns für diesen, und dieser für über La Paz wo wir nochmal eine Nacht verbringen. Dort trennen sich unsre Wege, ich fahre bis kurz vor die Grenze zu Chile.  Am nächsten Tag muss das Zebra nochmal 12 Std über die Grenze bis nach san Pedro de Atacama Reiten….

Mehr gibt’s dann wieder im nächsten Bericht, Freut euch drauf, es gibt viel neues, Es geht über Stock und Stein, durch Flüsse, Festfahren auf 4500 Metern, und ich fliege aus…